Großkaliber

Als Großkaliber wird Munition über dem Kaliber .22 (5,6 Millimeter) mit Zentralfeuerzündung bezeichnet. Es darf im beidhändigen Anschlag geschossen werden.

Das sportliche Schießen mit großkalibrigen Waffen ist für Minderjährige verboten.


Zusätzlich zu den üblichen Herausforderungen ist bei diesen Disziplinen auch der teilweise erhebliche Rückschlag zu bewältigen. In den Großkaliberdisziplinen muss der Schütze Munitionskosten (je nach Kaliber) von 0,20 Euro bis zu 0,60 Euro pro Schuss rechnen. Viele Schützen die in diesem Bereich sportlich aktiv tätig sind, machen deshalb den sogenannten Wiederladeschein und stellen anhand einer Ladepresse aus abgeschossenen Hülsen wieder neue Munition her. Neben einer erheblichen Kostenreduktion lässt sich hierbei, eine gewisse Ausdauer vorausgesetzt, durch exakte Anpassung der Treibladung an die eigene Waffe auch noch die Präzision steigern.

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Pistole und Revolver

Die Disziplinen werden nach den verwendeten Kalibern eingeteilt (9mm, .45 ACP, .357 mag und .44 mag). Die Waffe darf maximal 1.500 Gramm wiegen und muss ein Abzugsgewicht von mindestens 1.000 Gramm aufweisen. Da in diesem Bereich gerne selbst geladen wird und der Rückstoß das präzise Schießen zur Herausforderung macht, wird - um die Chancengleichheit zu wahren - ein sogenannter Mindestimpuls vorgeschrieben. Das bedeutet auch die wiedergeladene Patrone darf - gewährleistet durch die entsprechende Pulvermenge - eine vorgegebene Mündungsgeschwindigkeit nicht unterschreiten.


Wie bei der Kleinkaliberpistole wird auch hier in einen Durchgang Präzision und einen Duell unterschieden. Beim Duell darf der Schütze bereits im Anschlag auf die Scheibe warten. Dann hat er 20 Sekunden Zeit um fünf Schuss abzugeben.

Gewehr

Die Wettkampfentfernungen in den Disziplinen Ordonannzgewehr, Freigewehr und Standardgewehr liegen bei 100 und 300 Meter. Mangels entsprechender Stände können wir hier nur eingeschränkt aktiv werden.


Zum Abzug- und Haltetraining in der Disziplin Ordonannzgewehr taugt die 50 Meter Distanz jedoch allemal. In dieser Disziplin werden alte Originalwaffen geschossen, die teilweise 100 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Der damals qualitativ hochwertigen Verarbeitung  ist es zu verdanken, dass diese Stücke eben noch nicht zum Alteisen zählen, sondern immer noch präzise Schussgruppen liefern können. Natürlich können sie nicht mit dem Komfort heutiger Präzisionswaffen mithalten. Es kann zum Beispiel erforderlich sein, den eigenen Schussrhythmus an den der Waffe anpassen und darauf zu achten, dass der Lauf nicht zu heiß wird.

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